Handlinien und ihre Bedeutung

Bei der Handlesung (griech.: Chiromantie), handelt es sich über eine etwa 5000 Jahre alte Tradition, welche sich auf die Deutung der unterschiedlichen Handlinien spezialisiert hat. Ziel dieser Kunst ist es, den unterschiedlich gefurchten Verlauf einer Handlinie zu deuten und aus dem Verlauf der einzelnen Linien Charakteristika des jeweiligen Menschen abzulesen. Hierbei hat jede Handlinie eine andere Bedeutung.

So kennt die Chiromantie beispielsweise die zwischen Daumen und Zeigefinger beginnende Lebenslinie (Vitalis). Diese Linie sagt nichts über die Lebensdauer eines Menschen aus, viel mehr gilt sie als Indikator für die Lebenskraft eines Menschen.
Die Herzlinie (Mensalis oder Linea Fortuna), deren Existenz selbst in der Chiromantie immer noch umstritten ist, beginnt je nach Experten Meinung in der Innenhand oder der Handkante. Über diese Linie sollen nicht nur Informationen über die Gefühlswelt eines Menschen, sondern auch über die Leistungsfähigkeit seines Herzens lesbar sein.
Die Kopflinie (Cerebralis) beginnt ihren Verlauf eng neben dem Endpunkt der Lebenslinie und zieht sich dann in die Handmitte. An ihr sollen Informationen über die geistigen Kräfte, das Konzentrationsvermögen und das Nervenkostüm im Allgemeinen ablesbar sein. In der Praxis gilt eine kurze Linie für einen eher praxisorientierten Menschen, während eine lange Linie ein Indikator für hohe Intelligenz sein soll.
Die Schicksalslinie (Saturnlinie) beginnt zumeist in der Handwurzel und verläuft bis zum Mittelfinger (Jupiterfinger). In der Chiromantie gilt diese Linie als verantwortlich für positive wie auch negative Ereignisse im Leben eines Menschen. An ihr lässt sich aber auch das Temperament, die Durchsetzungskraft und das Schöpfertum eines Menschen ablesen.

Neben den eben genannten Hauptlinien existieren noch eine ganze Reihe von Nebenlinien, denen wiederum auch verschiedene Bedeutungen zugemessen werden.
Der Venuslinie (verlaufend über die Fingerballen von Mittel und Ringfinger) soll beispielsweise Auskunft über die Sinnlichkeit eines Menschen geben, an ihr soll man Informationen zum Verhalten in Ehe und Partnerschaft ablesen können.
Die Merkurlinie (meist über die Handkante unterhalb des kleinen Fingers verlaufend) wird zur Deutung des Gesundheitszustandes genutzt: Ihr Fehlen wird als Zeichen für eine robuste Gesundheit gesehen, ihr Auftreten liefert Beweis über die gesundheitlichen Unpässlichkeiten des Alltags.
Die Ehelinie (auf dem Fingerballen des kleinen Finger) soll die Wichtigkeit einer eingegangenen Beziehung symbolisieren.