Es ist eine wissenschaftliche Unmöglichkeit, in die Zukunft zu sehen. Könnte der Mensch das, würde er mit Sicherheit einige seiner Entscheidungen überdenken und ganz anders treffen. Dennoch boomt das Geschäft der Wahrsager, Kartenleger und Handleser.
Dabei nutzen all diese Personen einfache Tricks und machen sich gleichzeitig auch die Ängste, Hoffnungen und Wünsche ihrer gegenüber zu nutzen. Kurzum: Sie spielen kaltherzig mit den Gefühlen anderer Menschen und schlagen daraus ihren Profit.
Dabei sind viele der verwendeten Tricks so einfach, dass sie eigentlich auf Anhieb durchschaut werden müssten.
Einer der beliebtesten Tricks ist der sog. „Barnum-Effekt“. Im Grunde bezeichnet dieses Phänomen nichts anderes, als eine so allgemeingültige Aussage zu treffen, dass diese Aussage auch mit größter Wahrscheinlichkeit auf die Zielperson zutrifft. Durch diese große Trefferwahrscheinlichkeit einer solchen Aussage kann man sich dem mutmaßlichen Wahrheitsgehalt kaum entziehen – und schon ist das Opfer verblüfft, wie sehr die Aussage des Tricksers doch zu stimmen scheint.
Ein weiterer, auf der Hand liegender Trick ist einfache Menschenkenntnis. Dadurch, dass ein Wahrsager, Kartenleger oder Handleser auf sein Gegenüber achtet, genau beobachtet, wie sich dieser verhält und einen Blick auf die Kleidung des Gegenübers wirft, erfährt er schon mehr von dieser Person, ohne auch nur ein einziges Wort mit ihr gesprochen zu haben. Aber auch hier handelt es sich um einfache Wahrnehmung und keine übersinnliche Magie.
Das sog. „Namedropping“ ist dann ein weiterer Trick, dem sich gerne bedient wird. Durch die massive Nutzung von Fachbegriffen erweckt der Wahrsager den Eindruck, ein wirklicher Fachmann zu sein. Die Fachbegriffe, die er verwendet kleiden ihn so in den Mantel eines Spezialisten auf seinem Gebiet – und einem Fachmann hört man nun einmal zu.